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Institute for Psycho-Digital Help, net.art projekt, 1999, http://www.ipdh.de/ipdh (originally http://www.ipdh.com)

         
 
BBC ON-LINE NETWORK: Das Web macht depressiv

Aug. 31 1998: Die Benutzung des Internets wird wahrscheinlich Depressionen verstärken und schädigend für das psychische Dasein der Benutzer sein. (1)

Das WorldWideWeb mutiert zu einem großen kommerziellen Raum für alles. Es scheint außerdem eine Lösung für alles zu sein. Lösungen für was? Die Lösung für dieses Jahrtausend scheint die Flucht in das Cyberspace zu sein. "Surfe im Web und sei glücklich!"

Das Internet ist in den letzten drei Jahren unverhältnismäßig gewachsen. Mehr als 102 Millionen Menschen weltweit sind online (2), die meisten von ihnen mehrere Stunden am Tag.

Was bedeutet es im Internet zu surfen? Man sitzt in seinem Büro oder zuhause vor seinem Rechner und schaut auf den Bildschirm. Die Bewegungen sind auf ein Schieben und Klicken der Maus reduziert. Klick, klick. Man klickt sich durch die unendlichen Weiten des Webspaces. So fühlt es sich jedenfalls an, aber tatsächlich wiederholt man seine Bookmarks und wird von Werbemengen umgeben.
Die meisten Kritiker des Internets werden von den scheinbar unendlichen Möglichkeiten des Internets verführt. Das ist verständlich.

Das WWW ist immer noch ein freier Platz für jede Art von
Meinungsäußerung und Haltung. Das Internet gibt Informationen in sekundenschnelle und dient, alles zu geben, wovon man nur träumen kann. Aber obwohl wir schon glücklich sind, überhaupt das Internet zu besitzen, ist es eine Tatsache, daß das Internet einen riesigen Einfluss auf unser tägliches Leben hat. Nicht nur das wir bereits
Internet-Vokabular in unsere Sprache einbinden, das Internet beeinflusst auch in noch unscheinbarer Art unsere Handlungsstrukturen und unsere Psyche.

Das Institute for Psycho – Digital Help möchte nicht vor der Benutzung des Internets Angst, aber auf die persönlichen und sozialen Einflüsse durch die Benutzung des Internets aufmerksam machen.

Das Institute for Psycho – Digital Help ist ein komplexes System, das verschieden Methoden der Websprache benutzt. Zuallererst kopiert es Techniken des elektronischen Kommerz. E.Kommerz ist die größte Online Entwicklung 1999. Die online Shoppingrate in den USA hat sich stark erhöht. "39 % der amerikanischen Internet Benutzer verbringen weniger Einkaufszeit in offline Geschäften und Einkaufszentren” nach Aussage einer Untersuchung bei Grennfield Online." Dies ist bedeutungsvoll, da Amerikaner mit Internetzugang 60% des totalen Einkaufspotential in den USA letztes Jahr ausgemacht haben” (3). Shoppen in Amerika bedeutet Spass haben zusammen mit Freunden und Verwandten. Shoppen ist eine Freizeitbeschäftigung, ein Hobby. Wenn Menschen weniger Zeit zum Shoppen in Einkaufszentren verbringen, verbringen Sie mehr Zeit alleine an ihrem Computer und teilen nicht ihre Einkaufserfahrungen. Das Ergebnis ist eine Kommunikationsverschiebung von direkter Kommunikation mit realen Menschen zu einer indirekten Kommunikation per Computer. Menschen suchen Hilfe überall, selbst im Internet. Non-profit Organisationen sind verstärkt im Internet zu finden, die direkte Hilfe und Unterstützung für leidende Menschen geben.
Diese Art der Institutionen beschäftigen sich hauptsächlich mit mentalen Problematiken. Ihre Taktiken, Surfer in ihren Bann zu ziehen, sind äußerst entwickelt.

Das Institute for Psycho – Digital Help ist das erste seiner Art im WWW, das diese Techniken benutzt, um Menschen zu helfen, die an einer Überbenutzung des Computers leiden. Die Klientel besteht einerseits aus Menschen, die zuviel im Netz surfen und daher zu einer verminderten Kommunikationsfähigkeit in bestehenden sozialen Umfeldern tendieren. Anderseits spricht das Institut Internetbenutzer an, die Anzeichen zur Informations- und Internetsucht zeigen. "Es gibt eine nicht zu verleugnende Verbindung zwischen Internetmißbrauch und Internetsucht. Laut Paul Waddington, einer der Sprecher von Reuters, wird es zu einem Problem, wenn es anfängt, die Verrichtung des Arbeitslebens und dadurch, das Privatleben anzugreifen" (4).

Das Institute for Psycho – Digital Help ist in erster Linie im Netz lokalisiert, da Menschen, die an einer Computer Überbenutzung (COD – Computer Overuse Desease) leiden, erfahrene Surfer sind und somit das Institut für sie leicht zugänglich gemacht wird.
Menschen leiden unbewusst am COD. Deshalb ist die Kombination von therapeutischer Hilfe und E.Kommerz sehr entgegenkommend. Die kommerziell aufgebaute Webseite lässt COD infizierte Menschen wohl fühlen in der ihnen vertrauten online shopping Umgebung.

Das Institute for Psycho – Digital Help erstellt für jeden Kunden eine persönliche Analyse, die die infektiösen Bereiche ihrer Verhaltensstrukturen aufzeigen. Die Analyse wird anhand der Posen
auf den eingesandten Photographien erstellt. Teil des IPDH Programmes ist die persönliche Auseinandersetzung des Patienten mit seiner Analyse, fern der normalen Arbeitsumgebung. Das Institut empfiehlt zu Hause in einer Art meditativen Zustand die Analyse an die Wand zu pinnen und sich seiner COD Problematik bewusst zu werden.
Eine genaue Anleitung liegt bei jeder ausgedruckten oder als pdf-file gelieferten Analyse bei.

BBC On-Line Network: Das Web macht depressiv (1). Das Web macht depressiv und kann zur sozialen Isolation führen. Es ist wichtig, diese Tatsache nicht zu unterdrücken und erste Schritte für eine Lösung dieser Problematik aufzuzeigen.

(1)
Nua – Online Realtionship Managment:
http://www.nua.ie/surveys/?f=VS&art_id=904563535&rel=true
BBC News:
http://news.bbc.co.uk/hi/english/sci/tech/newsid_161000/161380.stm
(2)
http://www.computerworld.com/home/news.nsf/all/9806291net (jan 1999)
(3)
Greenfield:
http://www.greenfieldcentral.com/newsroom.html#12\

(4)
Nua – Online Realtionship Managment:
http://www.nua.ie/surveys/?f=VS&art_id=881667973&rel=true